Der Fotoblog für ambitionierte Hobbyfotografen



Schwerelos… wie geht denn so etwas?

Pärchenfotograf Köln

Die Idee hatte ich schon lange, ich wollte Menschen zum Schweben bringen. Natürlich ist die Idee (man nennt es Levitation) nicht neu und schon gar nicht von mir, aber das Thema doch sehr interessant. Ich habe den beiden dann von meiner Idee erzählt, aber vorstellen konnten sie es sich nicht, selbst während des Shootings. Mach du mal haben sie gesagt, also habe ich gemacht. Zusammen mit meinem immer wieder gern eingesetzten Assistenten Tobi haben wir dann das Setup aufgebaut während die beiden Models sich von der Visagistin Natascha Feist haben fertig machen lassen…

Aber wie funktioniert das denn jetzt mit den schwebenden Menschen? Entscheidend ist, dass man die Bildidee vorher möglichst genau im Kopf hat. Um so ein Bild zu erstellen sind nämlich viele Einzelbilder nötig die hinterher in Photoshop zusammengefügt werden. Dabei ist es natürlich ungeheuer wichtig, dass alle Bilder aus der gleichen Perspektive, also von einem stabilen Stativ aus geschossen werden. Weiterhin sollte das Licht bei allen Bildern identisch sein. Folgend seht ihr ein Bild vom Setup.

Levitation Setup

Um später die Fotos in Photoshop zusammenzufügen ist es unbedingt erforderlich ein ein Bild der Szene ohne Menschen und ohne Gegenstände zu machen, das darf auf keinen Fall vergessen werden. Es sollte also ungefähr so aussehen.

Levitation Setup

Anschließend können wir anfangen die Szene mit Inhalt zu füllen. Ich habe dabei erst mal mit den Models angefangen. Ihr ahnt es sicherlich schon, natürlich können Menschen nicht wirklich schweben, also muss an dieser Stelle ein wenig getrickst werden. Wie schon erwähnt sollte man das fertige Bild schon ziemlich genau im Kopf haben. Das hatte ich und mit dieser Vorstellung habe ich also eine kleine Hilfskonstruktion gebaut auf der sich die hübsche Katty räkeln konnte. Das war gar nicht so einfach, denn diese Konstruktion war alles andere als gemütlich und zudem noch eine wackelige Angelegenheit. Das musste Katty aber überspielen und dabei den Anschein erwecken als ob sie frei im Raum schweben würde. Ich finde sie hat das sehr gut gemacht…

Levitation Setup

Erwähnte ich schon, dass es von Vorteil ist wenn man das fertige Bild bereits deutlich vor Augen hat? Um aber wirklich beurteilen zu können ob sich die einzelnen Elemente hinterher gut zusammenfügen lassen, empfehle ich die Bilder mittels Tether-Aufnahme direkt am Rechner zu betrachten. Mittels schnellem hin und her switchen lässt sich ganz gut beurteilen ob die einzelnen Elemente (Models oder Gegenstände) gut positioniert sind. Darüber hinaus lässt sich natürlich auch viel leichter beurteilen ob das Bild ein Treffer ist oder nicht.

Levitation Setup

Also gut, noch fehlt es dem Bild etwas an Inhalt. Meine Bildidee sah noch ein schwebendes männliches Model sowie zahlreiche schwebende Gegenstände vor. Für jeden einzelnen Gegenstand habe ich ein eigenes Foto gemacht. Im folgenden seht ihr eine Auswahl der Einzelbilder.

Levitation Making of

Levitation Making of

Levitation Making of

Abschließend musste ich „nur noch“ die einzelnen Bilder in Photoshop zusammenfügen. Das geht im Prinzip ganz einfach mit Hilfe von Ebenen und Masken. Ist allerdings ein wenig Fleißarbeit. Ich finde dennoch, die Arbeit hat sich gelohnt. Wie findet ihr das fertige Bild? Eure Meinung würde mich sehr interessieren…

© Marc Schelwat – Fotograf Leverkusen


Die 5 Minuten Beauty Retusche

Beauty Retusche 

Kann man in 5 Minuten eine professionelle Beauty Retusche durchführen? Ja, das geht. Allerdings lässt sich über die Aussage „professionell“ natürlich streiten. Für Werbefotografen eignet sich die Methode eher nicht. Aber für alle anderen Zwecke ist das Ergebnis vermutlich mehr als ausreichend. Im folgenden Video Tutorial möchte ich eine Software vorstellen mit der ich eben diese Beauty Retuschen sehr gerne durchführe. Es handelt sich dabei um die Software „Portrait Professionell“ von Anthropics. Das Programm kann sowohl als eigenständige Software als auch als Photoshop Plugin genutzt werden.

Das Bild das ich in dem Video Tutorial retuschiere ist im Übrigen auf einem meiner Foto Workshops (Blitzen deluxe) entstanden. Wenn jemand Interesse an einem meiner Workshops hat, hier gibt es weitere Informationen: www.marc-schelwat.com/fotokurs-fotoworkshop-leverkusen-koeln/ Ich freue mich über neue Teilnehmer.

Zurück zur Software. Dieses Programm das ich als Photoshop Plugin nutze, ist unglaublich einfach zu bedienen. Problemlos lässt sich damit Haut retuschieren und zwar nicht nur Gesicht, sondern auch Arme, Beine usw. Dabei werden aber keine Poren zerstört oder glattgebügelt wie man das oft von Retusche Versuchen mit dem Gauschen Weichzeichner kennt. Die retuschierte Haut wirkt wunderbar weich aber trotzdem sehr natürlich. Aber das ist noch nicht alles, das Programm kann noch viel mehr und lädt zum Entdecken ein. Ein Feature das ich sehr gerne nutze ist die Möglichkeit, allein durch ein bisschen Regler verschieben, die Augenfarbe zu verändern. Das geht wirklich hervorragend und bedarf keiner weiteren Kenntnisse.

Probiert es doch einfach mal aus. Das Programm gibt es im Übrigen zurzeit für 29,95 EUR. Und bevor jemand fragt, nein ich bekomme keine Provision. Leider!

Hier der Link zur Software: www.portraitprofessional.com/de/
Und der Link zu Model Bina: www.facebook.com/Binacessin (schaut doch mal dort vorbei, ich finde die Seite kann ein paar Klicks gebrauchen)


Kleine Tricks, bessere Urlaubsfotos…

Kleine Tricks, bessere Urlaubsfotos…

Es war diese eine Palme die mir den Motivationsschub gab diesen Artikel zu schreiben… Rückblick, Sommerurlaub 2013, schön war es, aber davon möchte ich jetzt gar nicht berichten. Komme ich also zurück auf die Palme. Vom Balkon unseres Hotelzimmers konnte ich es tagtäglich beobachten. Diese eine Palme hatte geradezu eine magnetische Anziehungskraft. Zeitweise musste man sogar anstehen wenn man diese Palme als Hintergrundmotiv in sein Urlaubsfoto einbauen wollte. Tagtäglich habe ich beobachtet wie Menschen ihre Liebsten vor dieser Palme platzierten und und ihr Foto machten. Doch warum diese Palme? Ich weiß es nicht, wohl aber, dass Büsche, Bäume oder eben Palmen grundsätzlich gerne als Hintergrund für Portraitfotos herhalten müssen. Doch in den seltensten Fällen wirkt das schön, vielmehr eindimensional und langweilig zudem ist es praktisch unmöglich hier noch die allseits beliebte Hintergrundunschärfe einzubringen.

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Jinbei Freelander FL-II 500 Porty

Jinbei Freelander FL-II 500 Porty

Wofür in der Bezeichnung dieses mobilen Blitzes die Zahl 500 steht ist mir völlig unklar. Wo doch der Blitz „nur“ 400 Ws Leistung vorzuweisen hat. Aber abgesehen von der irreführenden Bezeichnung ist der Jinbei Freelander FL-II 500 Porty ein echtes Schätzchen für mich. Bisher hatte ich noch keine Lösung gefunden einen Blitz, der etwas mehr Leistung als ein Aufsteckblitz hat, im HSS Modus abzufeuern. Wie sehr habe ich immer all die Nikon User beneidet die diese Möglichkeiten bereits nutzen konnten. Jetzt endlich habe ich auch einen Weg gefunden einen (anständigen) Blitz mit meiner Canon jenseits der 1/200stel Grenze auszulösen. In Kombination mit dem Yongnuo YN-622C TTL Funkauslöser lässt sich der Blitz problemlos bis zu einer 1/8.000stel Sekunde synchronisieren. Wow, damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Somit ist es nämlich möglich mit der allseits geliebten Offenblende zu fotografieren. Und da auch ich ein Offenblenden-Junkie bin, dürfte mir die Begeisterung zurzeit im Gesicht geschrieben sein. Super gut finde ich auch, dass ich über das vorhandene Bowens Bajonett meinen Beauty Dish von Flash2Softbox verwenden kann. So habe ich direkt einen guten Outdoor Lichtformer parat. In meiner Rolle als Hochzeitsfotograf freue ich mich nun auf die nächste Gelegenheit den Blitz in der Praxis anzuwenden.

Zwei Dinge möchte ich euch jedoch nicht vorenthalten.

1.) Einen etwas instabilen Eindruck macht mir der Klemmneiger am Blitzkopf. Bei größeren Lichtformern dürfte es wohl Probleme mit der Feststellung geben.

2.) Obwohl die HSS Synchronisation problemlos funktioniert, ist in den Fotos ein leichter Helligkeitsverlauf erkennbar. Dieser lässt sich jedoch problemlos z.B. in Lightroom mit dem Verlaufsfilter korrigieren.

Folgend seht ihr ein paar Bilder die ich mit dem Jinbei gemacht habe.

 

Exif: 1/100 Sek. bei f / 5,0, ISO 640, 12mm

AN9Y7390-2
 

Exif: 1/640 Sek. bei f / 5,6, ISO 200, 50mm

Fotograf Marc Schelwat

 

Lieber gleich richtig fotografieren…

Seit einiger Zeit strebe ich es an, auf Hochzeiten, die ich fotografisch begleite durch einen Assistenten unterstützt zu werden. Dabei greife ich gerne auf Leute zurück die bereits über ein gutes Grundwissen in der Fotografie verfügen, aber dennoch von mir lernen können. So kam es, dass ich auf der letzten Hochzeit eine kleine Diskussion mit meinem Assi hatte. Dabei ging es um die Belichtung. I.d.R. fotografiere ich entweder direkt im M-Modus oder im AV-Modus, also der Blendenvorwahl bzw. Zeitautomatik. Hier geht es aber um die Belichtung im AV-Modus. Es ist ja bekannt, dass die Kamera immer versucht auf ein 18%iges grau zu belichten. In vielen Fällen funktioniert das auch ganz gut. Es kommt aber dennoch oft genug vor, dass die Kamera mit der Situation überfordert ist. Typische Beispiele dafür sind der berühmte weiße Hase auf einem Kohlenhaufen oder der Schornsteinfeger im Schnee. In diesen Situationen muss mann in die Belichtung korrigierend eingreifen. Mein Assi hat aber die Meinung vertreten, dass die Belichtung genau so gut auch erst später am Rechner, also im RAW Konverter (z.B. Lightroom) korrigiert werden kann…

Diese Denkweise ist jedoch falsch. Es es sollte grundsätzlich immer unser Ziel sein unsere Fotos direkt korrekt zu belichten. Zum einen spart das viel Zeit in der Postproduktion, gerade bei Hochzeiten wo schnell mal 2.000 Bilder auf der Speicherkarte landen. Viel entschiedener ist allerdings die Tatsache, dass die Qualität in der späteren Aufhellung stark nachlässt. Dabei wird nämlich das ISO-Rauschen ebenfalls erhöht. Bei schönem Wetter am Strand und ISO 100 mag das gar nicht so gravierend sein, aber gerade bei schlechten Lichtverhältnissen bzw. im High-ISO-Bereich stößt man schnell an die Grenzen.

Die folgenden Bilder sollen meine Aussage belegen. Die Lichtsituation war durchaus anspruchsvoll, Gegenlicht, ziemlich dunkel, alle Bilder wurden ohne Blitz aufgenommen. Das erste Bild wurde von meinem Assi aufgenommen. Es ist unbearbeitet, also „out of cam“. Es wurde mit ISO 3.200 fotografiert, ohne Belichtungskorrektur, der Belichtungsmesser der Kamera war natürlich gnadenlos überfordert und so ist das Bild stark unterbelichtet. Im zweiten Beispiel seht ihr das gleiche Bild, es wurde in Lightroom über die Belichtung um 1,7 Blenden aufgehellt. Der Qualitätsverlust und das erhöhte Bildrauschen ist deutlich zu erkennen. Das dritte Bild wurde von mir mit einer Belichtungskorrektur von 1 2/3 Blenden aufgenommen. Obwohl ich mit ISO 5.000 fotografiert habe ist die Qualität um Längen besser. Das Bild ist ebenfalls „out of cam“, es wurde nicht entrauscht oder dergleichen, dennoch ist das Rauschen kaum wahrnehmbar.

 ohne Belichtungskorrektur
aufgehellt
mit Belichtungskorrektur

Wer also bisher noch nicht mit der Belichtungskorrektur gearbeitet hat dem kann ich nur ans Herz legen sich ernsthaft damit zu beschäftigen. Schaut mal in die Bedienungsanleitung eurer Kamera, geht raus und testet das. Sind eure Bilder zu dunkel korrigiert entsprechend nach oben, sind sie zu hell korrigiert nach unten. Im Prinzip ist es echt easy, entscheidend ist nur, dass ihr euer Werkzeug beherrscht und möglichst im Schlaf bedienen könnt.

Die Bilder dieser Hochzeit werde ich im Übrigen in Kürze auf meiner Homepage www.marc-schelwat.com veröffentlichen.
Ansonsten möchte ich meinen Assistenten lobend erwähnen. Denn abgesehen von ein paar unterbelichteten Bildern hat er insgesamt eine sehr gut Performance abgeliefert und die Kernaufgabe hervorragend bewältigt. Insgesamt waren wir schon ein sehr gutes Team. Danke an dieser Stelle…

 

Herstellungsdatum und Ort eines Canon Objektivs ermitteln

Aus gegebenem Anlass möchte ich folgend erläutern wie ihr das Alter bzw. das Herstellungsdatum sowie den Herstellungsort eurer Canon Objektive ermitteln könnt. Leider geht das nicht bei allen Objektiven.

Jedes Canon Objektiv hat hinten am Bajonett eine Seriennummer eingraviert. Diese Nummer bringt euch aber hier nicht weiter. Alle Canon Objektive der L-Serie (und vereinzelnd auch ältere non-L-Objektive) verfügen über eine weitere Nummer, den sogenannten Herstellungscode. Dieser Code befindet sich ebenfalls hinten auf dem Bajonett, allerdings auf dem Kunststoffteil. Mitunter ist dieser Code recht schwer zu erkennen, ihr solltet also genau hinschauen. Mit Hilfe der folgenden Tabellen könnte ihr den Code ganz leicht interpretieren.

Objektiv_Seriennummer

Zur Erläuterung, im gezeigten Beispiel ist UZ1004 der Herstellungscode und 3737002 die Seriennummer.

Herstellungsort
Die erste Ziffer identifiziert den Herstellungsort. Hier gibt es folgende Möglichkeiten:

U = Utsunomiya, Japan
F = Fukushima, Japan
O = Oita, Japan

UZ1004 = Utsunomiya, Japan

Herstellungsjahr
Die zweite Ziffer identifiziert das Herstellungsjahr. Hier gibt es folgende Möglichkeiten:

A = 1986, 1960            H = 1993, 1967            O = 2000, 1974            V = 2007, 1981
B = 1987, 1961             I = 1994, 1968             P = 2001, 1975            W = 2008, 1982
C = 1988, 1962             J = 1995, 1969             Q = 2002, 1976            X = 2009, 1983
D = 1989, 1963            K = 1996, 1970             R = 2003, 1977            Y = 2010, 1984
E = 1990, 1964             L = 1997, 1971             S = 2004, 1978            Z = 2011, 1985
F = 1991, 1965             M = 1998, 1972            T = 2005, 1979            A = 2012
G = 1992, 1966            N = 1999, 1973            U = 2006, 1980            B = 2013

UZ1004 = 2011

Herstellungsmonat

Die Ziffern 3 und 4 identifizieren den Herstellungsmonat wobei 01 für Januar und 12 für Dezember stehet. Manchmal kann es vorkommen, dass Canon die erste Ziffer auslässt, es gilt dann nur die eine Ziffer für den Herstellungsmonat.

UZ1004 = Oktober

Ohne Bedeutung

Die beiden letzten Ziffern sind ohne Bedeutung und für die Identifizierung des Objektives ohne Relevanz.

UZ1004 = Bei den letzten beiden Ziffern handelt es sich um einen Canon internen Code, der für die Bestimmung des Alters keine Relevanz hat.

In dem oben genannten Beispiel stammt das Objektiv also aus Oktober 2011 und wurde in Utsunomiya gebaut.

Video-Tutorial 4, Bildbearbeitung einer Portraitaufnahme in Photoshop CS6

Foto Shooting mit Alex

Im folgenden Video möchte ich euch meinen gesamten Workflow zur Bearbeitung dieser Aufnahme zeigen. Dabei starte ich mit der RAW Konvertierung in Lightroom. Anschließend folgt die finale Bearbeitung in Photoshop. Im Video gehe ich auf folgende Techniken ein:

1. Die Konvertierung in schwarz/weiß. Hierzu verwende ich das Photoshop Plugin „Exposure 4“ von „Alien Skin“.
2. Trick 17 zur Erzeugung des Glanzes auf der Lederjacke, der Hochpassfilter.
3. Brustvergrößerung (man nennt mich auch Dr. Marc Schelwat, digitaler Schönheitschirurg) mit Hilfe des Verflüssigen-Filters.

Video Tutorial 3 – Bildbearbeitung in Lightroom

In Anlehnung an das Shooting mit Alex gibt es hier noch ein kleines Video Tutorial zum Thema Bildbearbeitung in Lightroom 4. Neben der normalen RAW Entwicklung zeige ich wie man einen coolen Farblook ins Bild bekommt. Außerdem verwende ich ein selbst erstelltes Preset mit dem Namen Tilt-Shift-Effekt. Dieses Preset biete ich zum freien Download an. Ihr könnt euch das Preset hier herunter laden.


Auf Mallorca mit der Canon PowerShot G12

 

Den folgenden Artikel möchte ich gerne meiner kleinen Canon G12 Kamera widmen. Anfang März hatte ich das Glück auf Mallorca die ersten wohltuenden Sonnenstrahlen einzufangen. Üblicherweise reist mit mir auch immer meine Spiegelreflex. Dieses Mal hatte ich jedoch die Auflage die Große zu Hause zu lassen. So hatte ich also die Gelegenheit mich etwas intensiver mit der G12 auseinander zu setzen. Wenn gleich die Kamera auch ein paar Schwächen hat, ein Spielzeug ist sie keineswegs. Was mir persönlich am besten gefällt ist das Klappdisplay, hiermit sind Aufnahmen aus nahezu jeder Perspektive problemlos und komfortabel umsetzbar. Die G12 unterstützt das RAW-Format welches aus meiner Sicht ein Muss ist. Selbstverständlich lässt sich die Kamera auch manuel bedienen (ich habe den M-Modus gar nicht verlassen). Die Kamera hat einen eingebauten Bildstabilisator welcher wirklich gute Arbeit leistet. Das letzte Bild z.B. habe ich Freihand bei 1/15 Sek (f = 2.8, ISO = 640) geschossen. Auch lassen sich hochwertige Panoramen problemlos umsetzen da sowohl Belichtung als auch der Fokus manuel einstellbar sind. Das gezeigte Beispiel (Bild 10) besteht aus 12 Hochformat-Aufnahmen, alle Freihand geschossen.

Wie erwähnt hat die Kamera aber auch Nachteile. Die für mich erwähnenswerten Nachteile sind zum einen die Geschwindigkeit welche ich als recht träge bezeichnen würde sowie die untere Brennweite von 28mm. Ich hätte mir hier eine Brennweite von 24mm gewünscht.

Fazit: Die G12 ersetzt keineswegs eine DSLR, aber als Ergänzung durchaus eine Überlegung wert. Die Qualität ist völlig in Ordnung und der Spaßfaktor ist nicht zuletzt durch das Schwenkdisplay sehr hoch.

Die G12 ist nicht mehr das aktuelle Model der PowerShot Serie. Nachfolger sind die G15 und die G1 X. Bei der G15 hat Canon auf das geniale Schwenkdisplay verzichtet, für mich ein K.O.-Kriterium. Die G1 X bietet diesen Vorzug wieder und wäre für mich die erste Wahl.

Die folgenden Beispielbilder sind alle und ausschließlich mit Lightroom entwickelt worden (Ausnahme, das Panorama).  Ich hatte auf Mallorca meinen Spaß mit der kleinen Kamera und die Ergebnisse gefallen mir sehr gut. Was ist eure Meinung zur gehobenen Kompaktklasse?

 

Video-Tutorial 2, Fotoshooting mit Alex, LAPD

Sehr kurzfristig haben wir uns für dieses kleine Fotoshooting verabredet und dabei die Kamera laufen lassen. Ein kleine Ergänzung zum Video: Mangels Assistent musste ich die Fotos mit dem Spritzwasser per Funkauslöser und auf Stativ schießen. So hatte ich die Hände frei und konnte mit einer Hand prima das Wasser sprühen und mit der anderen Hand eben per Funk die Kamera auslösen. Das Problem dabei war, dass bei einer Blende von f=3,2 und 85mm Brennweite bei der kleinsten Bewegung des Models die Schärfe nicht mehr auf dem gewollten Punkt liegt. Abhilfe habe ich geschaffen indem ich auf eine Blende f=8 umgestiegen bin. Jetzt hätte ich eigentlich alle Blitze in der Leistung entsprechend hoch regeln müssen. Ich habe es mir aber einfach gemacht und die drei Blenden über die ISO zurück geholte. Sprich vorher Blende f=3,2, ISO 50; nachher Blende f=8, ISO 320. Bei den modernen Kameras sind ISO 320 absolut kein Problem und man muss praktisch mit keinem Qualitätsverlust rechnen.

Bei den letzten Fotos habe ich noch ein Blitz als Gegenlicht eingesetzt. Ein Studioblitz mit Normalreflektor und blauer Folie davor, die Leistung war auf die geringste Stufe eingestellt.

Im Ganzen muss ich sagen, dass hier fehr coole Fotos entstanden sind. Aber seht selbst…

Foto Shooting mit Alex