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Kleine Tricks, bessere Urlaubsfotos…

Kleine Tricks, bessere Urlaubsfotos…

Es war diese eine Palme die mir den Motivationsschub gab diesen Artikel zu schreiben… Rückblick, Sommerurlaub 2013, schön war es, aber davon möchte ich jetzt gar nicht berichten. Komme ich also zurück auf die Palme. Vom Balkon unseres Hotelzimmers konnte ich es tagtäglich beobachten. Diese eine Palme hatte geradezu eine magnetische Anziehungskraft. Zeitweise musste man sogar anstehen wenn man diese Palme als Hintergrundmotiv in sein Urlaubsfoto einbauen wollte. Tagtäglich habe ich beobachtet wie Menschen ihre Liebsten vor dieser Palme platzierten und und ihr Foto machten. Doch warum diese Palme? Ich weiß es nicht, wohl aber, dass Büsche, Bäume oder eben Palmen grundsätzlich gerne als Hintergrund für Portraitfotos herhalten müssen. Doch in den seltensten Fällen wirkt das schön, vielmehr eindimensional und langweilig zudem ist es praktisch unmöglich hier noch die allseits beliebte Hintergrundunschärfe einzubringen.

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Lieber gleich richtig fotografieren…

Seit einiger Zeit strebe ich es an, auf Hochzeiten, die ich fotografisch begleite durch einen Assistenten unterstützt zu werden. Dabei greife ich gerne auf Leute zurück die bereits über ein gutes Grundwissen in der Fotografie verfügen, aber dennoch von mir lernen können. So kam es, dass ich auf der letzten Hochzeit eine kleine Diskussion mit meinem Assi hatte. Dabei ging es um die Belichtung. I.d.R. fotografiere ich entweder direkt im M-Modus oder im AV-Modus, also der Blendenvorwahl bzw. Zeitautomatik. Hier geht es aber um die Belichtung im AV-Modus. Es ist ja bekannt, dass die Kamera immer versucht auf ein 18%iges grau zu belichten. In vielen Fällen funktioniert das auch ganz gut. Es kommt aber dennoch oft genug vor, dass die Kamera mit der Situation überfordert ist. Typische Beispiele dafür sind der berühmte weiße Hase auf einem Kohlenhaufen oder der Schornsteinfeger im Schnee. In diesen Situationen muss mann in die Belichtung korrigierend eingreifen. Mein Assi hat aber die Meinung vertreten, dass die Belichtung genau so gut auch erst später am Rechner, also im RAW Konverter (z.B. Lightroom) korrigiert werden kann…

Diese Denkweise ist jedoch falsch. Es es sollte grundsätzlich immer unser Ziel sein unsere Fotos direkt korrekt zu belichten. Zum einen spart das viel Zeit in der Postproduktion, gerade bei Hochzeiten wo schnell mal 2.000 Bilder auf der Speicherkarte landen. Viel entschiedener ist allerdings die Tatsache, dass die Qualität in der späteren Aufhellung stark nachlässt. Dabei wird nämlich das ISO-Rauschen ebenfalls erhöht. Bei schönem Wetter am Strand und ISO 100 mag das gar nicht so gravierend sein, aber gerade bei schlechten Lichtverhältnissen bzw. im High-ISO-Bereich stößt man schnell an die Grenzen.

Die folgenden Bilder sollen meine Aussage belegen. Die Lichtsituation war durchaus anspruchsvoll, Gegenlicht, ziemlich dunkel, alle Bilder wurden ohne Blitz aufgenommen. Das erste Bild wurde von meinem Assi aufgenommen. Es ist unbearbeitet, also „out of cam“. Es wurde mit ISO 3.200 fotografiert, ohne Belichtungskorrektur, der Belichtungsmesser der Kamera war natürlich gnadenlos überfordert und so ist das Bild stark unterbelichtet. Im zweiten Beispiel seht ihr das gleiche Bild, es wurde in Lightroom über die Belichtung um 1,7 Blenden aufgehellt. Der Qualitätsverlust und das erhöhte Bildrauschen ist deutlich zu erkennen. Das dritte Bild wurde von mir mit einer Belichtungskorrektur von 1 2/3 Blenden aufgenommen. Obwohl ich mit ISO 5.000 fotografiert habe ist die Qualität um Längen besser. Das Bild ist ebenfalls „out of cam“, es wurde nicht entrauscht oder dergleichen, dennoch ist das Rauschen kaum wahrnehmbar.

 ohne Belichtungskorrektur
aufgehellt
mit Belichtungskorrektur

Wer also bisher noch nicht mit der Belichtungskorrektur gearbeitet hat dem kann ich nur ans Herz legen sich ernsthaft damit zu beschäftigen. Schaut mal in die Bedienungsanleitung eurer Kamera, geht raus und testet das. Sind eure Bilder zu dunkel korrigiert entsprechend nach oben, sind sie zu hell korrigiert nach unten. Im Prinzip ist es echt easy, entscheidend ist nur, dass ihr euer Werkzeug beherrscht und möglichst im Schlaf bedienen könnt.

Die Bilder dieser Hochzeit werde ich im Übrigen in Kürze auf meiner Homepage www.marc-schelwat.com veröffentlichen.
Ansonsten möchte ich meinen Assistenten lobend erwähnen. Denn abgesehen von ein paar unterbelichteten Bildern hat er insgesamt eine sehr gut Performance abgeliefert und die Kernaufgabe hervorragend bewältigt. Insgesamt waren wir schon ein sehr gutes Team. Danke an dieser Stelle…

 

Herstellungsdatum und Ort eines Canon Objektivs ermitteln

Aus gegebenem Anlass möchte ich folgend erläutern wie ihr das Alter bzw. das Herstellungsdatum sowie den Herstellungsort eurer Canon Objektive ermitteln könnt. Leider geht das nicht bei allen Objektiven.

Jedes Canon Objektiv hat hinten am Bajonett eine Seriennummer eingraviert. Diese Nummer bringt euch aber hier nicht weiter. Alle Canon Objektive der L-Serie (und vereinzelnd auch ältere non-L-Objektive) verfügen über eine weitere Nummer, den sogenannten Herstellungscode. Dieser Code befindet sich ebenfalls hinten auf dem Bajonett, allerdings auf dem Kunststoffteil. Mitunter ist dieser Code recht schwer zu erkennen, ihr solltet also genau hinschauen. Mit Hilfe der folgenden Tabellen könnte ihr den Code ganz leicht interpretieren.

Objektiv_Seriennummer

Zur Erläuterung, im gezeigten Beispiel ist UZ1004 der Herstellungscode und 3737002 die Seriennummer.

Herstellungsort
Die erste Ziffer identifiziert den Herstellungsort. Hier gibt es folgende Möglichkeiten:

U = Utsunomiya, Japan
F = Fukushima, Japan
O = Oita, Japan

UZ1004 = Utsunomiya, Japan

Herstellungsjahr
Die zweite Ziffer identifiziert das Herstellungsjahr. Hier gibt es folgende Möglichkeiten:

A = 1986, 1960            H = 1993, 1967            O = 2000, 1974            V = 2007, 1981
B = 1987, 1961             I = 1994, 1968             P = 2001, 1975            W = 2008, 1982
C = 1988, 1962             J = 1995, 1969             Q = 2002, 1976            X = 2009, 1983
D = 1989, 1963            K = 1996, 1970             R = 2003, 1977            Y = 2010, 1984
E = 1990, 1964             L = 1997, 1971             S = 2004, 1978            Z = 2011, 1985
F = 1991, 1965             M = 1998, 1972            T = 2005, 1979            A = 2012
G = 1992, 1966            N = 1999, 1973            U = 2006, 1980            B = 2013

UZ1004 = 2011

Herstellungsmonat

Die Ziffern 3 und 4 identifizieren den Herstellungsmonat wobei 01 für Januar und 12 für Dezember stehet. Manchmal kann es vorkommen, dass Canon die erste Ziffer auslässt, es gilt dann nur die eine Ziffer für den Herstellungsmonat.

UZ1004 = Oktober

Ohne Bedeutung

Die beiden letzten Ziffern sind ohne Bedeutung und für die Identifizierung des Objektives ohne Relevanz.

UZ1004 = Bei den letzten beiden Ziffern handelt es sich um einen Canon internen Code, der für die Bestimmung des Alters keine Relevanz hat.

In dem oben genannten Beispiel stammt das Objektiv also aus Oktober 2011 und wurde in Utsunomiya gebaut.